Zwischen Felsen & Burgen: 
Tipps für einen Ausflug ins Dahner Felsenland mit Lonely Planet

Dahner Felsenland: Beitragsbild
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Skurrile Felsformationen, pittoreske Burgen, alte Ruinen und sagenhafte Ausblicke: Was klingt wie ein romantisches Märchen, ist in der Realität ein Ausflug ins Dahner Felsenland. Diese wunderschöne Region mitten im Pfälzer Wald gehört zu den sehenswertesten Fleckchen in Rheinland-Pfalz…

Wir haben das Dahner Felsenland im Juni erkundet und dort so einiges erlebt. Die wichtigsten Tipps, Sehenswürdigkeiten und Highlights für einen Ausflug haben wir hier gesammelt.

Unsere Inspiration für den Ausflug ins Dahner Felsenland:
„Wann am besten wohin – Deutschland“ von Lonely Planet

Auf die Idee für unseren Ausflug ins Dahner Felsenland kamen wir durch den Bildband „Wann am besten wohin – Deutschland“ von Lonely Planet. Das Buch zeigt wunderschön bebildert Monat für Monat, welche Reiseziele wann besonders reizvoll sind und warum das so ist. Bereits seit 2016 gibt es die internationale Version; im Juni 2020 ist der Bildband nun auch für Deutschland erschienen. Die Idee hinter den Büchern ist nicht, Orte in ihrer absoluten Hochsaison zu präsentieren, sondern eben dann, wenn sie besonders reizvoll sind – weil das Wetter stimmt, weil dich ein bestimmtes „Event“ erwartet oder eben auch mal, weil du dem Trubel besonders gut entfliehen kannst 🙂

Neben der Einordnung nach Monaten gibt es hilfreiche Infos, tolle Fotos und eine Einschätzung nach Reiseinteressen: Unterteilt in die Kategorien „Naturerlebnis“, „Abenteuer“, „Sport“, „Kultur“, „Erfahrung & Lernen“, „Essen & Trinken“, „Herausforderung“ und „Erholung“ siehst du unter jedem Ausflugstipp, für welche Reisetypen er besonders gut geeignet ist.

Wir haben uns einfach ein bisschen durch den hübschen Bildband gestöbert und sind im Juni dann auf das Dahner Felsenland als Ausflugstipp gestoßen. Da wir ohnehin gerade in der Pfalz waren, haben wir das direkt mal ausprobiert und einen wundervollen Tag erlebt. Alle Tipps und Highlights unserer Tour findest du in diesem Artikel.

Sehenswürdigkeiten im Dahner Felsenland: Burgen

Wer alte Ruinen und romantische Burgen mag, ist im Dahner Felsenland genau richtig. Im Umland rund um Dahn gibt es nämlich eine ganze Menge davon.

Wir haben die östlich von Dahn gelegene Burg Alt-Dahn und die Burgruine Drachenfels besucht. Leider war die Burganlage Alt-Dahn bereits geschlossen (Öffnungszeiten: April bis Oktober von 9.00 bis 18.00 Uhr und November bis März von 9.00 bis 17.00 Uhr; Stand Juli 2020). Dennoch konnten wir einen Blick von außen erhaschen und bereits das war wunderschön. Solltest du die Burg Alt-Dahn besuchen, erwarten dich Gemäuer aus dem 11. Jahrhundert. Die Dreierbug ist eine typische „Wasgauburg“ – auf frei stehenden steilen Felsen erbaut, mit vielen Treppen, Gängen und Kammern, die in Stein gehauen wurden. Wir haben das Auto bei unserem Besuch einfach auf diesem Wanderparkplatz abgestellt und sind einen knappen Kilometer zur Burg hinauf gelaufen.

Im Anschluss sind wir auf die Burgruine Drachenfels nahe Busenberg gelaufen, von der du einen wunderschönen Blick über das Dahner Felsenland und das Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald/Nordvogesen hast. Auch diese Burg ist auf frei stehenden Felsen erbaut. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert zu großen Teilen zerstört. Dennoch bieten die erhaltenen Teile in Kombination mit den Felsmassiven eine wunderschöne Kulisse. Der Zugang zur Burgruine ist durchgehend geöffnet.

Neben diesen beiden Burgen sollen unter anderem auch die Burgruine Neudahn, die Burg Bergwartstein und die Wegelnburg sehenswert sein. Letztere liegt auf 572 Metern Höhe und bietet somit einen tollen Panorama-Ausblick über das Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen. Ursprünglich stand diese Burg auch auf unserer Liste. Leider war sie zu unserem Besuch im Juni 2020 aber wegen Umbauarbeiten gesperrt.

Sehenswürdigkeiten im Dahner Felsenland: Felsen & Aussichtspunkte

Eigentlich kannst du im Dahner Felsenland einfach los spazieren und wirst relativ schnell vor den ersten eindrucksvollen Felsformationen stehen. Im Grunde warten nämlich hinter fast jeder Kurve Steinwände, Felsen oder zumindest ein paar herumliegende Brocken.

Teilweise sind die Felsen vor allem von unten eindrucksvoll, teilweise kannst du sie aber auch besteigen und hast einen wunderbaren Ausblick.

Bei unserem Ausflug im Juni war unser erster Stop der Hochstein – eine rund 200 Meter breite Felswand mit einer abgesicherten Aussichtsplattform, von der sich ein toller Rundblick über das Tal bietet. Du erreichst den Hochstein beispielsweise vom gleichen Wanderparkplatz wie die Burg Alt-Dahn. Von dort führt ein kurzer Aufstieg (knapp über 1 km) durch den Wald und vorbei an beeindruckenden Felsen hinauf zur Aussichtsplattform. Oben gibt es eine Bank, von der du bei klarer Sicht einen wunderbaren Sonnenuntergang genießen kannst. Dort ist übrigens auch das Titelbild dieses Beitrags aufgenommen.

Weitere tolle Aussichtspunkte befinden sich unter anderem auf dem Büttelfelsen und auf dem Römerfelsen. Beide Felsen sind über Leitern erreichbar.

Zu den bekanntesten Felsen, die du von unten bestaunen kannst, gehören neben den markanten Felssäulen Braut & Bräutigam auch der Napoleonfelsen und der Lämmerfelsen – ein ganzes Felsmassiv, das eindrucksvoll über Dahn thront.

Wanderwege im Dahner Felsenland

Das Dahner Felsenland wurde 2019 vom Deutschen Wanderinstitut als „Premium Wanderregion“  ausgezeichnet und ist voll von interessanten Wanderwegen durch dichte Wälder, weite Täler und über steile Felsen. Du kannst die Wege natürlich komplett bewandern oder auch nur auf Teilstücken davon spazieren.

Insgesamt gibt es zwölf Premiumwanderwege (die so genannten „Felsenland-Touren“) und drei Spazierwanderwege (die so genannten „Felsenland-Pfädchen“).

Zu den bekanntesten Premium-Spazierwegen und -Wanderwegen im Dahner Felsenland gehören folgende:

  • Spazierwanderweg Panoramaweg (4,8 km; etwa 2 Stunden; mittelschwer; tolle Aussichten)
  • Burg Neudahn-Tour (5,3 km; etwa 2,5 Stunden; mittelschwer; naturbelassene Pfade, Felsmassive, Aussichtspunkte; vorbei am Napoleonfelsen und weiteren Felsformationen)
  • Napoleon-Steig (11,4 km; etwa 5 Stunden; mittelschwer; bequeme Pfade; vorbei an der Burgruine Neudahn und vielen Felsen)
  • Dahner Felsenpfad (12,5 km; etwa 5 Stunden; mittelschwer; verschlungene Wege und tolle Aussichten; vorbei an zahlreichen Felsformationen wie „Braut und Bräutigam“)
  • Bären-Steig (13,5 km; etwa 6 Stunden; mittelschwer; tolle Landschaften und Aussichtspunkte; vorbei an vielen Felsformationen und der Burgruine Drachefels)
  • Dahner Rundwanderweg (18,7 km; etwa 7,5 Stunden; mittelschwer; dichter Wald, schmale Pfade, tolle Ausblicke; vorbei an der Burg Alt-Dahn, der Burgruine Neudahn, dem Hochstein und vielen weiteren Felsen)

Neben diesen Wanderwegen führt die mehrtägige Tour auf dem 85,8 km langen Felsenland Sagenweg (schwer; rund 28 Stunden) durch das Dahner Felsenland und vorbei an vielen Burgen über die deutsch-französische Grenze ins Elsass. Wir waren bei unserem Ausflug immer wieder auf Teilstücken dieses Weges unterwegs und können sagen, dass sie wirklich sehenswert waren. Wenn du also Lust auf eine mehrtägige Wandertour hast, könnte dieser Weg das Richtige für dich sein. Alternativ kannst du aber auch nur eine der fünf Etappen bewandern. Sie sind alle zwischen 12 und 22 km lang und somit an einem Tag machbar. Folge einfach den Schildern mit dem kleinen Gespenst 😉
Je nach Abschnitt führt der Felsenland Sagenweg vorbei an gewaltigen Felsmassiven wie dem „Teufelstisch“ und Burgen (u.a. Burg Alt-Dahn, Burgruine Drachenfels, Burg Berwartstein).

Tipps für deinen Ausflug ins Dahner Felsenland

Das Dahner Felsenland bietet so viele eindrucksvolle Felsformationen und Burgen, dass wir etwas überfordert mit der Planung waren. Letztlich haben wir uns dann ein paar mögliche Ausflugsziele ausgesucht, sind einfach losgedüst und haben uns vor Ort spontan für bestimmte Stops entschieden. Das war rückblickend genau das Richtige, denn im Grunde wartet wirklich an jeder Ecke eine tolle Felsformation, Aussichtsplattform, Burg oder einfach nur ganz viel dichter Wald, durch den zur Golden Hour wunderschön das Licht fällt.

Du kannst also auch einfach relativ planlos losfahren und dich treiben lassen, denn die Wälder rund um Dahn sind voll von beeindruckenden Felsen.

Solltest du fotografiebegeistert sein, empfehlen wir die unbedingt, zum Sonnenauf- oder untergang unterwegs zu sein. Das Leuchten der Felsen während der Golden Hour ist magisch und wir haben selten so eine eindrucksvolle Blue Hour erlebt wie auf der Burgruine Drachenfels.

Bei manchen Burgen und vor allem Felsen fällt das Licht aufgrund ihrer Lage nur zum Sonnenauf- oder untergang besonders schön. Alle Ausflugsziele, die wir besucht haben, sollen zum Sonnenuntergang „sehenswerter“ sein. Letztlich ist es aber auch relativ egal weil das Dahner Felsenland wirklich zu jeder Tageszeit magisch ist 🙂

Weitere Fotos

Info: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Kooperation mit Lonely Planet.

1 Kommentar zu „Zwischen Felsen & Burgen: 
Tipps für einen Ausflug ins Dahner Felsenland mit Lonely Planet“

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