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Die ultimative Outdoor-Packliste

Outdoor-Packliste Rockies: Beitragsbild

Heute möchte ich dir von einer kleinen Wanderung im  Banff Nationalpark in Kanada erzählen.
Und damit auch du bald zu einer YOURney im Freien aufbrechen kannst, habe ich dir die ultimative Outdoor-Packliste zusammengestellt. Mit Dingen, die du unbedingt mitnehmen solltest – egal ob eine Tagestour oder eine mehrtägige Backcountry-Wanderung auf deinem Plan stehen.

Ein diesiger Morgen liegt über den Gipfeln der Rockies. Wir sind mit unserem Jeep unterwegs zum Lake Louise. Wir haben uns für heute eines fest vorgenommen: Wir wollen endlich wandern.

Am Lake angekommen schnüren wir unsere Wanderschuhe und schnappen uns unsere Rucksäcke. Wir laufen am See los. Lange geht es steil bergauf. Nach einiger  Zeit im Gänsemarsch mit zahlreichen anderen Reisenden durch einzigartige Natur erreichen wir das Agnes Tea House.

Eigentlich wollen wir von hier noch weiter. Fernab der „Touri-Pfade“ zu einer Backcountry-Wanderung. Doch es ergeht uns, wie in den Tagen zuvor: Während wir gemütlich unseren Tee trinken und darüber diskutieren, ob die hohe Bärenaktivität uns von unserer Wanderung abhalten sollte, fängt es an zu schütten. Die Bären wären ja okay gewesen. Aber der Regen?

Nach langem Hoffen auf Besserung geben wir uns geschlagen und treten in einer Regenpause den Abstieg an. Jetzt ist selbst der Touri-Pfad verlassen. Kein Wunder: Der Himmel sieht nicht aus, als würde er uns einen trockenen Rückweg gönnen.

Vielleicht treffen wir wenigstens noch irgendwo auf eine Fellnase?

Jedes Rascheln lässt uns aufhorchen, jeder Laut wird zur potenziellen Bärensichtung. Wir schauen uns um. Anspannung mischt sich mit Vorfreude. Leider sind es nur Kinder, die die Hänge hinunter klettern. Und Eltern, die panisch hinterher rennen.

So bleibt uns an diesem Tag nicht nur die Abenteuer-Wanderung, sondern auch das Date mit einem Grizzly verwehrt. Aber wir kommen wieder. Und dann machen wir eine richtige Tour. Mit allem, was dazu gehört. Drei Tage lang. Mindestens.

Outdoor-Packliste: Lake Louise

© Laura Fauss

Du planst auch solch eine Tour? Dann solltest du jetzt weiterlesen. Denn: Für deine nächste YOURney ins Freie habe ich dir die ultimative Outdoor-Packliste zusammengestellt:
12 Dinge, die in der Natur nicht fehlen sollten. Los geht’s.
  1. Daypack (plus bärensicherer Behälter)

    Um alles Nötige für eine Wanderung mitzunehmen, brauchst du natürlich einen Rucksack in der passenden Größe. Ich benutze einen Columbia Mobex. Der ist nicht nur superleicht und wasserabweisend, sondern auch ein kleines Raumwunder. Leider scheint es dieses Modell nicht mehr zu geben, aber Columbia kann ich generell immer empfehlen.
    Wenn du zu Wanderungen im Bärengebiet aufbrichst, empfiehlt es sich auch, einen bärensicheren Behälter für die Nahrungsmittel einzupacken. Diesen benötigst du, damit Meister Petz deine Snacks nicht erschnuppert – er hat nämlich eine sehr feine Nase. 😉
    Sollte es doch zu einer Konfrontation mit einem Bären kommen, ist Ruhe bewahren das A und O. Ein paar Tipps für den Fall der Fälle gibt WWF hier. Ansonsten solltest du aufmerksam sein und bei längeren Backcountry-Wanderungen in abgelegene Gebiete am besten einen Guide mitnehmen.

  2. Wanderschuhe und Wandersocken

    Von aufregenden Bärensichtungen zurück zum Boden der Tatsachen. Deine Füße sollten bei Outdoor-Touren definitiv gut verpackt sein. Du solltest also vorab überlegen, welche Wanderschuhe zu dir passen und ob du überhaupt welche brauchst. Für manche Outdoor-Aktivitäten reichen auch feste Turnschuhe.
    Bei der Wahl können Faktoren wie Wanderdistanzen, Schwierigkeit der Wanderung, äußere Bedingungen etc. eine große Rolle spielen. Es gibt unterschiedlichste Varianten: Knöchelhohe, Leichte, Crosslauf und alpine Wanderschuhe.
    Mich begleiten seit Jahren meine geliebten Wanderschuhe von Columbia*. Für mich sind die super angenehm und leicht zu tragen.

  3. Outdoorkleidung

    Hier steht die Funktionalität an erster Stelle: Deine Kleidung muss zu deinem Outdoor-Adventure passen.
    Gehst du in den Bergen wandern, solltest du Kleidung tragen, die bei Sonne dünn genug ist und dich bei Regen vor Nässe und Kälte schützt. Wenn du Outdoor-Aktivitäten in warmen Gebieten planst, ist neben einer kurzen Hose und einem atmungsaktiven Shirt auch eine Kopfbedeckung wichtig. Im Dschungel können wiederum lange leichte Hosen und hohe Schuhe sinnvoll sein, um dich vor krabbelnden und kriechenden Eindringlingen zu schützen.
    Überleg dir vorab, welches Outfit zu dir und der anstehenden YOURney passt.

  4. Taschenmesser

    Das ominöse Taschenmesser.
    Ja, ich benutze eins von den Dingern. Es ist ein super Begleiter auf kleineren und größeren Touren. Du kannst nicht nur dein Essen schneiden oder Flaschen öffnen, sondern auch kleine Splitter aus Händen und Füßen operieren oder andere Wehwehchen versorgen. Natürlich ist dir selbst überlassen, ob du das klassische Schweizer Taschenmesser von Victorinox* oder den guten alten Leatherman* als Allzweckwunder mitnimmst.

  5. Trinkflasche

    Hier setze ich auf meine Flasche von Nalgene*. Die ist zwar aus Plastik, aber immerhin ohne Weichmacher und giftige Stoffe. Und umweltschonender als PETs (oder gar Wegwerfflaschen, wie in Nordamerika) – nicht ganz unwichtig für Outdoorfans und Naturliebhaber. Die Flaschen von Nalgene gibt es in den unterschiedlichsten Größen (von 0,7 Liter bis mehr als 2 Liter).

  6. Zelt

    Auch beim Zelt musst du dich entscheiden, was du willst. Geht’s mit vielen Leuten auf Tour, so könnt ihr natürlich alle zusammen in einem Großen hausen oder mehrere Kleine mitnehmen. Bei der Auswahl des richtigen Modells solltest du aber in jedem Fall das Gewicht im Auge behalten. Ein schweres Zelt kann dich auf längeren Touren nämlich echt runterziehen 😉

  7. Schlafsack

    Für mehrtägige Touren steht wahrscheinlich auch ein Schlafsack auf deiner Outdoor-Packliste. Ich habe auf solchen YOURneys meist ein kompaktes und dünnes Modell* dabei. Erstens ist es recht leicht und zweitens war ich bisher nicht in richtig kalten Gebieten unterwegs.
    Auch die Wahl deines richtigen Schlafsacks hängt von einigen Faktoren ab, allen voran wahrscheinlich das Klima.

  8. Energieriegel/Obst

    Wenn sich auf deiner Tour zwischendurch der Hunger um die Ecke schleicht, sind kleine Snacks die Rettung. Ich schwöre hier auf Energieriegel und Obst. Beides gibt dir viel Power für deine Outdoor-Abenteuer. Obst ist natürlich die gesündere Variante. Aber einem Schoko-Keks-Energieriegel von Cliffbar konnte ich noch nie widerstehen.

  9. Outdoor-Geschirr

    Wenn Snacks nicht mehr helfen, muss ein richtiges Essen her. Planst du eine mehrtägige Tour, ist ein Outdoor-Geschirrset optimal, das aus Teller, Tasse und Topf besteht. Ich persönlich achte darauf, dass es aus Edelstahl ist. Um es gut zu reinigen, ist auch eine Beschichtung sinnvoll. Schließlich gibt es in der Wildnis echt Besseres zu erleben, als Geschirr spülen.

  10. Feuerzeug (und eventuell Gaskocher)

    Zum Kochen brauchst du natürlich auch eine Hitzequelle. Entweder nimmst du einen kleinen Gaskocher mit, oder du machst dir ein Feuerchen. Hier solltest du allerdings darauf achten, dass das auch erlaubt ist. Außerdem solltest du das Feuer nie unbeaufsichtigt lassen. In heißen Monaten macht es wegen der Waldbrandgefahr auch trotz Erlaubnis Sinn, auf offenes Feuer zu verzichten. Ein Feuerzeug sollte aber definitiv auf deiner Outdoor-Packliste stehen.

  11. Sitzunterlage/Decke

    Hier kannst du einfach eine dünne Decke oder eine beschichtete Sitzunterlage mitnehmen. Auf unserer Reise nach Südafrika hatten wir leider beides vergessen. Ich war dann so frei und habe mir in einem unauffälligen Moment die Decke im Flugzeug eingesteckt. Zugegeben, das macht man nicht. Aber unsere warmen Hintern haben es uns gedankt. Die wurden uns auf dieser Tour also quasi von der Airline gesponsert 😀
    Außerdem dient die Decke seither als Andenken an die Reise. Und bei Ausflügen und Picknicks in der Heimat sorgt sie immer für Gesprächsstoff.

  12. Erste-Hilfe-Set

    Verbandszeug ist auf einer Outdoor-Tour unbedingt notwendig. Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen, aber kleine Wehwehchen passieren schnell. Gerade dann, wenn du unterwegs bist und was erleben willst. Die meisten Kleinigkeiten lassen sich aber schnell und problemlos lösen, wenn du etwas Verbandszeug dabei hast. Und falls es etwas Größeres ist, ist immerhin eine Erstversorgung möglich. Wir haben unser Erste-Hilfe-Set* vor ein paar Jahren bei Aldi im Angebot gekauft. Ich habe den Inhalt der Tasche aber ein bisschen angepasst und optimiert, damit wir für jedes Outdoor-Erlebnis bestens vorbereitet sind.
    Welche Erste-Hilfe-Gadgets wir bei Outdoor-Touren dabei haben, zeigen wir dir hier.

    Outdoor-Packliste: Rockies

    © Laura Fauss

Gibt es auf deiner Outdoor-Packliste noch etwas, was hier fehlt? Ich freue mich über deine Meinung 🙂

In diesem Sinne: Auf ins nächste Abenteuer!
Matthias

 
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