Island – Keyfacts: Infos & Tipps für die Reiseplanung

Island Keyfacts: Beitragsbild
© Laura Lackas

Klima, Reisezeit, Infos, Tipps: In der Serie „Keyfacts“ findest du einen ersten Einstieg mit vielen Informationen, die du vor deinem nächsten Abenteuer brauchst.

Atemberaubende Natur, schroffe Strände und eisblaue Gletscher soweit das Auge reicht. Ein pulsierendes Nachtleben in der nördlichsten Hauptstadt der Welt – Reykjavik. Das ist Island, wie man es sich vorstellt. Wir haben diese wunderschöne Insel im Februar besucht und können sagen: Wir kommen wieder!

Wenn auch du eine Reise nach Island planst, findest du hier einige Infos für die Reiseplanung.

  1. Die beste Reiszeit
  2. Visa und Einreise
  3. Anreise und Fortbewegung
  4. Infos zur Sicherheit
  5. Geld und Bezahlung
  6. WLAN und mobiles Netz
  7. Lebenshaltungskosten
  8. Medizinische Versorgung und Vorsorge
  9. Landessprachen

Die beste Reisezeit

Theoretisch kannst du rund ums Jahr nach Island fliegen – die Insel ist jedoch zu jeder Jahreszeit anders. Im Winter sind die Tage kurz und die Temperaturen knackig kalt. Im Sommer hast du rund um die Uhr Licht, die Tage sind ewig lang und alles leuchtet in einem saftigen Grün. Es kommt einfach darauf an, was du sehen möchtest.

Grundlegend kannst du in Island rund ums Jahr tolles Wetter haben – die Palette reicht von milden Tagen mit viel Sonne bis hin zum weißen Winterwunderland. Liegen die Temperaturen im Sommer bei durchschnittlich 10-11°C (natürlich wird es auch mal wärmer), fallen Sie im Winter auf etwa 0°C im Durchschnitt. Regional gibt es noch mal Unterschiede, weil der Norden durch den Grönlandstrom beherrscht wird, während im Süden die Ausläufer des Golfstroms auf Island treffen und somit für mildere Temperaturen sorgen. 

Folgende Reisezeiten empfehlen sich für Island:
Die Sommermonate von Juni bis September bieten sich für ausgedehnte Wandertouren an, da der Tag gefühlt nie endet und die Nachtstunden nur von sehr kurzer Dauer sind. Im Hochsommer wird es nicht mal dunkel. Außerdem ist es oft sonnig und deutlich milder, als in den restlichen Monaten.
Die Wintermonate (ab Oktober bis Ende November sowie Februar bis Ende März) bieten sich an, um Nordlichter zu sehen.
Die Monate Dezember und Januar kommen aufgrund der kurzen Tage eher nicht als Reisezeit infrage. Neben den knapp vier Stunden Tageslicht pro Tag kann es zu dieser Zeit in manchen Regionen witterungsbedingt zu Straßensperrungen kommen. 

Wir haben Island im Februar besucht und wurden von einer wunderbar weißen Landschaft mit einem halben Meter Schnee empfangen. Nach eineinhalb Tagen Dauerregen war kurze Zeit später alles geschmolzen und wir erlebten die Insel bei Plusgraden mit Sonne in Grün- und Gelbtönen. Innerhalb einer Woche sind gefühlt also sogar mehrere Jahreszeiten möglich…

Island Keyfacts: Golden Hour

Visa, Einreise und Besonderheiten

Zur Einreise benötigst du als Europäer in Island nur einen Lichtbildausweis. Ein Reisepass bzw. ein Visum ist nicht von Nöten, weil Island zum erweiterten Schengenraum der Europäischen Union gehört. Beachte dennoch immer die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts.

Wenn du in Island angekommen bist, kannst du vor Verlassen des Flughafens im Duty Free-Shop einkaufen. Falls du alkoholische Getränke für deine Reise kaufen möchtest, solltest du dich hier eindecken. Der Preis für alkoholische Getränke ist hier bedeutend günstiger als im späteren Verlauf deiner Reise.

Anreise und Fortbewegung in Island

Flüge
Den Flug nach Island kannst du von allen größeren Flughäfen Deutschlands antreten. Wenn du mit den Reisetagen etwas flexibel bist, kannst du schon für 100 Euro return nach Island fliegen. Mehrere Airlines haben sogar tägliche Direktverbindungen. Oft sind diese Direktflüge dann aber teurer.

Wir haben für unseren Flug mit Iceland Air rund 150 Euro/Person gezahlt. Auf dem Hinweg ging es über Stockholm, auf dem Rückweg direkt.

Fähre
Statt zu fliegen, kannst du auch die Fähre ab Dänemark nehmen. Du benötigst zwar zweieinhalb Tage zur Anreise, kannst aber auch dein eigenes Auto mitnehmen und entkommst so den teueren Mietpreisen für Auto oder Camper in Island. Gerade in der Hochsaison kann dies eine sehr gute Alternative sein. Die Anreise wird zwar wahrscheinlich etwas teurer, aber wenn du eine längere Zeit auf Island bleibst, kannst du so deutlich günstiger kommen, als mit einem Flug plus Mietwagen/Camper.

Auf dieser Website findest du die Preise und die Abfahrtszeiten der Fähre.

Fortbewegung
In Island sind die beiden gängigsten Fortbewegungsmittel das Auto und der Bus. Das Auto ist eine sehr flexible und unserer Meinung nach die beste Fortbewegungsmöglichkeit in Island. Die Anmietung ist direkt am Flughafen möglich und du benötigst dazu nur einen normalen deutschen Führerschein und eine Kreditkarte. Im Winter macht ein Allradfahrzeug übrigens definitiv Sinn – das gleiche gilt, wenn du planst, viel „off-road“ unterwegs zu sein.

Ebenso kannst du Island natürlich mit verschiedenen Bussen oder Touranbietern erkunden. Dies ist zwar weniger flexibel, aber du musst dich nicht selbst um die Fahrten kümmern.

Infos zur Sicherheit in Island

Die Sicherheitslage in Island ist unbedenklich. Abgesehen von kleineren „Zwischenfällen“ (Taschendiebstahl etc.) ist Island ein sehr sicheres Reiseland und unbedenklich zu bereisen. Schau dir dennoch die Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt an, um immer auf dem neusten Stand zu bleiben.

Ein potenzielles Sicherheitsrisiko stellt jedoch das Wetter dar, weil es sich sehr schnell und ohne Vorwarnung verändern kann. Innerhalb von Minuten kann es sich (gerade im Winter) richtig einschneien. Dann erlebst du schnell das so genannte „Whiteout“ – das heißt, du erkennst nichts mehr um dich herum; nicht mal, wo der Boden aufhört und der Himmel anfängt – ziemlich tricky, wenn du gerade zu Fuß oder auch mit dem Auto unterwegs bist. Wir haben das leider auch einmal erlebt.

Tipp:
Schau dir bei einer Reise mit einem Mietwagen tagesaktuell die Straßenverhältnisse für deine Reiseroute auf safetravel.is an. Natürlich ist das keine Garantie für das Wetter; es kann sich dennoch schnell ändern. Aber du hast zumindest eine erste Einschätzung. 

Geld und Bezahlung

Die Währung in Island ist die isländische Krone. Ein Euro entspricht rund 130 ISK (Stand: Februar 2020).

Bargeld
Du kannst fast überall mit Karte bezahlen und benötigst im Prinzip kein Bargeld. Nur in seltenen Ausnahmefällen werden keine Karten akzeptiert. Grundlegend kannst du aber an jedem normalen Bankautomaten mit einer deutschen EC-Karte abheben – achte allerdings immer auf mögliche Gebühren.

Kreditkarte
Du kannst alle gängigen Kreditkarten zur Bezahlung oder zum Abheben von Bargeld nutzen. Wir benutzen hierfür meist unsere DKB*-Kreditkarte. 

Trinkgeld
In Island ist Trinkgeld nicht gängig und die Kellner erwarten dies auch nicht. Wenn du mit einem Service besonders zufrieden warst, kannst aber natürlich dennoch ein Trinkgeld geben…

WLAN und mobiles Netz

Mobiles Internet ist in einem deutschen Tarif normalerweise mit abgedeckt und es fallen keine zusätzlichen Kosten für dich an. Schau dir jedoch vorab an, wie das bei deinem Anbieter geregelt ist. 

WLAN ist grundsätzlich in den meisten Unterkünften verfügbar und funktioniert meistens einwandfrei. Auch der mobile Empfang ist meist gut. Ab und an gibt es allerdings Funklöcher. Planst du also eine Wanderung, solltest du im Zweifelsfall auch ohne mobile Daten und bei Schneesturm zurück finden…

Lebenshaltungskosten in Island

Wenn man „Island“ hört, denkt man im ersten Moment an teure Lebenshaltungskosten.

Wir hatten auch den Eindruck, dass der Einkauf im Supermarkt in Island verglichen mit Deutschland etwas teurer ist – insbesondere bei außergewöhnlichen Produkten. Grundnahrungsmittel sind nur unwesentlich teurer, Fleisch- und Milchprodukte kosten aber beispielsweise einiges mehr.

Wasser musst du nicht kaufen. Hier reicht eine leere Flasche, die du am Wasserhahn auffüllen kannst. In Island wird reines Gletscherwasser in die Leitungen eingespeist; es entspricht mindestens der Qualität des Wassers im Supermarkt. Achte aber darauf, das Wasser stets kalt zu stellen – das warme Wasser riecht und schmeckt oft nach Schwefel.

Essengehen ist tatsächlich sehr teuer und du bezahlst schnell mal 20€ pro Gericht. Ähnlich sieht es mit Alkohol (sowohl in Bars, als auch im Einzelhandel) aus.

Auch Unterkünfte sind deutlich teurer als bei uns. Wir haben im Schnitt 80 Euro/Nacht im Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad bezahlt. Es geht sicher günstiger, aber auch wesentlich teurer. Bei booking.com* kannst du dir vorab einen Überblick verschaffen.

Medizinische Versorgung und Vorsorge

Die medizinische Versorgung ist ausreichend und genügt den europäischen Standards. Während der Hochsaison ist jedoch mit langen Wartezeiten zu rechnen.Vor dem Antritt deiner Reise solltest du alle vom RKI empfohlenen Standardimpfungen haben. Ansonsten hast du keine weiteren Einschränkungen zu befürchten. Beachte hierzu auch die Hinweise des RKIs.

Wichtig:
Dieser Abschnitt ist kein Ersatz für eine ärztliche Beratung. Bitte such vor der Reise einen Arzt auf, der dich in allen medizinischen Fragen und insbesondere beim Thema Impfungen berät.

Weitere Medizinische Hinweise findest du beim Auswärtigen Amt.

Landessprachen

Die Landessprache ist isländisch und nah mit dem Norwegischen verwandt. Die meisten Isländer sprechen jedoch fließend Englisch und helfen dir immer gerne weiter.

Island Keyfacts: Gletscherlagune Jökulsárlón

Info:
Wir versuchen für die Keyfact-Berichte immer alles Wichtige zu sammeln, um dir die Planung einer Reise zu erleichtern. In den Texten reichern wir die Infos dann mit unseren persönlichen Erfahrungen und weiterführenden Links an. Da wir die Regionen ja aber auch nur bereisen und keine Tourguides sind, erheben wir hier natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn es deiner Meinung nach Verbesserungen oder Aktualisierungen der Infos gibt, freuen wir uns über einen Kommentar oder eine Mail an info@yourneys.de.

*Hierbei handelt es sich um Affiliate Links. Wenn du darüber etwas buchst oder bestellst, bekomme ich eine kleine Provision, um YOURneys weiter aufzubauen. Du zahlst natürlich trotzdem nur den regulären Preis. Außerdem empfehle ich hier nur, was ich auch selbst nutze.

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