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Die Kap-Region von Südafrika: Keyfacts

Kap-Region Keyfacts: Beitragsbild

Klima, Anreise, Sprache, Unterkünfte: In der Serie „Keyfacts for YOURneys“ findest du einen ersten Einstieg mit vielen Infos, die du vor deinem nächsten Abenteuer brauchst.

Ganz egal, ob quirliges Großstadt-Leben in Kapstadt, beeindruckende Natur, weite Sandstrände oder tolle Weine auf der Garden-Route: Die Kap-Region von Südafrika ist wahnsinnig vielfältig und hält sicherlich auch für dich einige ganz persönliche Highlights parat.

Damit du diese Höhepunkte auf einer YOURney entdecken kannst, habe ich dir ein paar Infos rund um die Region zusammengetragen.

Kap-Region Keyfacts: Tafelberg

© Laura Fauss

Deine beste Reisezeit

Wie du vielleicht schon weißt, empfehle ich in dieser Kategorie nicht DIE beste Reisezeit, sondern gebe dir Tipps dazu, was dich wann erwartet.

In der Kap-Region herrscht ganzjährig ein eher mildes Küstenklima mit kleineren Temperaturschwankungen als beispielsweise im Binnenland. Dennoch: Während die Durchschnittstemperaturen in den südafrikanischen Sommermonaten von Dezember bis März tagsüber bei 25-27 Grad liegen, wird es in den kälteren Monaten von Juni bis September mit durchschnittlich 17 Grad Tagestemperatur deutlich frischer. Auch die monatlichen Regentage schwanken: Von weniger als fünf im Sommer bis knapp über zehn im Winter.

Trotzdem können beide Jahreszeiten (und natürlich auch die anderen Monate mit durchschnittlichen Tagestemperaturen von rund 22 Grad) reizvoll sein.

Es kommt darauf an, was du für deine YOURney geplant hast und  ob du auch den Rest des Landes bereisen möchtest. Beispielsweise im Krüger Nationalpark können verschiedene Jahreszeiten nämlich deutliche Auswirkungen auf deine Reise haben – sei es mit Blick auf Temperatur, Malaria oder Tiersichtungen. Ein Keyfact-Bericht für diese Region steht auf dem Plan 🙂

Kap-Region Keyfacts: Boulders Beach

© Laura Fauss

Der Weg ist das Ziel
Flüge

Je nach Reisezeit kannst recht günstige Flüge nach Südafrika bekommen. Der Flug nach Johannesburg ist manchmal ein gutes Stück billiger, als nach Kapstadt. Allerdings musst du dann für eine Reise in die Kap-Region natürlich noch die Kosten für den Inlandsflug dazurechnen. Oder du nimmst die Region rund um Johannesburg und den Krüger gleich dazu und startest einen Roadtrip durch Südafrika 🙂
Ich suche meine Flüge am liebsten über Swoodoo (die Powersuche ist super für alle Flexiblen) oder auf Kiwi!

Einreise

Für die Einreise in Südafrika benötigst du bei einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum. Es genügen ein gültiger Reisepass und die Vorlage des Rückflugtickets. Am Flughafen wird dir dann ein „visitor’s visa“ für die Dauer deiner Reise ausgestellt.
Der Pass muss allerdings 30 Tage über die Reise hinaus gültig sein und über zwei freie Seiten für die Visastempel verfügen.
Wenn du über ein Land einreist, in dem Gelbfieber auftreten kann, musst du außerdem eine entsprechende Impfung vorweisen.

Unterwegs in der Kap-Region

Wie kommst du von A nach B?
Da wäre zum einen ein Mietwagen. Sicherlich eine gute Überlegung, wenn zum Beispiel ein Ausflug in den Addo Elephant Nationalpark, andere Safaris oder gar ein Roadtrip auf dem Plan stehen. Weiterhin sprechen die meist gut ausgebauten Straßen, die überschaubaren Benzinpreise und die günstigen Mietwagen-Tarife (wir haben für drei Wochen umgerechnet 150 Euro gezahlt) für diese Fortbewegung. Großes Manko könnte allerdings der Linksverkehr sein. Matthias hat das bei unserem Roadtrip echt gut gemeistert, mein Ding wäre es allerdings nicht.
Ein bisschen schwierig sind manchmal auch die Schlaglöcher. Wenn es sie gibt, sind sie oft groß…sehr groß 😀 Ich würde Fahrten generell nicht nachts planen; da können manche Straßen nicht nur schwierig, sondern auch gefährlich werden.

Tipp: Auch in Südafrika wird geblitzt. Und zwar nicht selten. Wenn du eine Begegnung mit einem grimmigen Polizisten, der dich mit zur Wache nehmen will und sich nur durch Bares umstimmen lässt (sowohl uns, wie auch einer befreundeten Jungsgruppe passiert), vermeiden möchtest, solltest du dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Wenn du es nicht dem grimmigen Polizisten zuliebe machst, dann den Menschen: Die überqueren die Autobahn nämlich gelegentlich zu Fuß. Auch im Dunkeln. Sei also stets achtsam.

Beliebt unter Backpackern sind die Baz Busse, die zwischen Hostels in verschiedenen Orten fahren. Du kommst günstig zur nächsten Unterkunft, das Streckennetz ist gut ausgebaut und obendrauf lernst du Gleichgesinnte kennen. Nachteil: Die Busse verkehren nur zwischen Hostels, die am System teilnehmen. Die Auswahl ist allerdings riesig!
Doch auch wenn du in einer anderen Unterkunft nächtigst, gibt es Abhilfe: Entweder du legst die letzten Meter vom Hostel, an dem der Baz Bus hält, laufend zurück (du musst nämlich nicht in den Vertragshostels schlafen, sondern wirst lediglich dort abgesetzt) oder du organisierst dir für größere Strecken ein Taxi oder eine Busfahrt.

Für Tage, an denen ein Auto irgendwie doch wichtig wird (beispielsweise wenn du in Nationalparks selbst fahren oder abgelegene Gebiete besuchen möchtest), kannst du natürlich auch kurzfristig vor Ort eins mieten. Achte aber unbedingt auf die Konditionen!

Safari-Packliste: Elefanten

© Laura Fauss

Safe travels?

Du wirst sicher schon öfter gehört haben, dass Südafrika zwar weit entwickelt ist, aber in vielen Regionen gefährlich sein kann. Die Kriminalitätsrate ist in manchen Ecken hoch und es gibt viele kleinere und größere Verbrechen. Wenn du allerdings mit offenen Augen durch die Welt gehst und ein bisschen aufpasst (nicht allein im Dunkeln in verlassene Ecken; nicht anhalten, wenn am Straßenrand „Do not stop“-Schilder stehen; keine Unsummen an Bargeld oder andere Reichtümer umherschleppen), kannst du deine YOURney entspannt angehen. Die Kap-Region ist eine der sichereren Ecken Südafrikas (wobei es meiner Meinung nach nirgendwo im Land durchweg „gefährlich“ ist) und wir hatten dort nicht eine Sekunde Angst vor Kriminalität.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du dich vor Abreise auf den Seiten des Auswärtigen Amts erkundigen, was du beachten solltest. Bei Angst vor einem Überfall kannst du dir zur Sicherheit außerdem einen zweiten Geldbeutel mit ein paar Münzen und abgelaufenen Kreditkarten präparieren, den du im Notfall herausgeben könntest.
Aber: Mach dich nicht verrückt. Dazu ist das Land nämlich definitiv zu sehenswert 🙂

 

Money, money, money…
Bargeld

Die Landeswährung in Südafrika heißt Rand (ZAR oder R) und steht seit geraumer Zeit in einem recht guten Kurs zum Euro. Zwar ist er zuletzt wieder ein bisschen gestiegen, aber der Kurs ist immernoch vollkommen okay: 100 Rand entsprechen momentan rund 7,50 Euro (Stand: Mai 2017).

Auf den Scheinen sind die Big Five abgebildet; es gibt sie folglich in fünf Größen: R200, R100, R50, R20 und R10. Münzen gibt es in den Werten R5, R2 und R1 sowie 50, 20, 10 und 5 Cent.

Du kannst die Noten entweder schon in der Heimat tauschen (zumindest einige wenige tausche ich manchmal schon vor Abflug) oder vor Ort in Südafrika. Oder du hebst sie an einem Geldautomaten ab, die in Südafrika weit verbreitet sind. Achte beim Abheben aber darauf, dass dir niemand zuschaut und schirme deine PIN stets ab. Das solltest du natürlich auch in Deutschland tun, aber es gibt immer wieder Berichte, dass in Südafrika hier doppelte Vorsicht geboten ist. Ich habe daher darauf geachtet, dass wir immer zu zweit waren und dass wir Geld nur tagsüber und an Automaten innerhalb Einkaufszentren oder ähnlicher Gebäude genutzt haben. Oft gibt es auch Sicherheitspersonal bei den Automaten.
Für den Fall der Fälle solltest du immer die Nummer deiner Bank parat haben, um die Karte sperren zu lassen.

Kreditkarte

Etwas Umsicht sollte übrigens auch für die Nutzung der Kreditkarte gelten. Zahlungen damit sind in Südafrika weit verbreitet und auch eigentlich sicher, wenn du ein bisschen achtsam bist. Matthias Kreditkarte wurde leider tatsächlich missbraucht; auf den Auszügen war eine Flugbuchung über 300 Euro vermerkt, die er nicht gemacht hatte. Wir dachten zwar eigentlich, wir hätten immer darauf geachtet, die Karte nicht unbeobachtet zu lassen aber manchmal passiert es dann vielleicht doch. Ich glaube aber, dass uns das auch in jedem anderen Land hätte passieren können.

Trinkgeld

Man sagt, dass im Restaurant (aber auch bei vielen anderen Dienstleistungen, wie Taxi, Hotel etc.) 10 Prozent Trinkgeld üblich seien. Tankwarten (die oft nicht nur das Auto tanken, sondern auch die Scheiben putzen) und anderen Dienstleistern, die einem kurz zur Hand gehen, sollte man zwischen 2 und 5 Rand geben. Matthias und ich haben durchweg mehr Trinkgeld gegeben, wenn wir zufrieden waren. Bei sehr gutem Service (und den hatten wir oft, selbst in den einfachsten Restaurants) auch mal 20 Prozent. Die Menschen verdienen oft nicht sonderlich gut und sind auf das Trinkgeld angewiesen. Und die ehrliche Freude unserer Kellner war uns die paar Cent, die das umgerechnet meist waren, drei Mal wert 🙂

 

An apple a day keeps the doctor away?
Kap-Region Keyfacts: Tsitsikamma Nationalpark

© Laura Fauss

Oder wie war das noch? Worauf solltest du achten, um in der Kap-Region von Südafrika einem Arzt-Besuch vorzubeugen?

Die medizinische Versorgung ist in Südafrika in den meisten Gebieten sehr gut – in der Kap-Region sogar auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland.
Vor einer YOURney nach Südafrika gilt es dennoch ein paar Dinge zu beachten. Neben den in Deutschland üblichen Impfungen empfiehlt das Auswärtige Amt auch die gegen Hepatitis A und Typhus. Und bei längeren Aufenthalten bzw. für besondere Situationen (Kontakt zu Wildtieren, Arbeit im Tierschutz) sogar Tollwut. Ich hatte bei unserer Reise nur Hepatitis A, wobei eine Tollwut-Impfung für Viel-Reisende generell eine gute Sache ist (ich habe sie mittlerweile auch). Außerdem finde ich, dass bei dieser tödlichen Krankheit nicht gespart werden sollte – auch wenn ich kein Fan von „Überimpfungen“ bin.

Bei Unsicherheiten kannst du auf den Seiten des Auswärtigen Amts nachschauen und nochmals mit einem Arzt sprechen. 

Natürlich solltest du in der Kap-Region Südafrikas eine Reiseapotheke dabei haben. Wenn du eine Weiterreise in den Krüger oder andere betroffene Regionen planst, sollte auch ein Standby-Medikament gegen Malaria mit von der Partie sein. Hilfreiche Infos zum Malaria-Risiko in Südafrika nach Jahreszeit und Region findest du hier (weniger ausführlich), sowie sehr ausführlich hier und natürlich bei einem Arzt.

Solltest du doch mal zum Arzt müssen, ist eine Auslandskrankenversicherung, wie beispielsweise vom ADAC, eine wichtige Sache. Ich habe sie seit Jahren und war bisher auf jeder Reise zufrieden – die übernehmen echt alles und der Tarif ist bezahlbar.

 

Koje, Kaffee, Kuchen

Die Lebenshaltungskosten sind in Südafrika deutlich günstiger als in Deutschland. Zwar kann das Land nicht mit den Preisen in Asien mithalten, aber ein gutes Doppelzimmer bekommst du je nach Region oft schon für 270 Rand (umgerechnet 20 Euro), ein Bett im Hostel auch günstiger. Und ein Abendessen im Restaurant gibt es häufig für vier oder fünf Euro inklusive Getränk. In Kapstadt selbst sind die Preise in Restaurants allerdings oft höher und können auch fast auf deutschem Niveau liegen.

Kap-Region Keyfacts: Kapstadt Waterfront

© Laura Fauss

Neben den klassischen Hostels gibt es in Südafrika – und insbesondere rund um die Kap-Region – zahlreiche hübsche privat geführte Bed and Breakfasts für kleines Geld. Die Inhaber leben meist mit in den Unterkünften und bereiten dir morgens ein frisches Frühstück zu – oft fragen sie dich dabei nach deinen persönlichen Wünschen und setzen sich zu dir, um mit dir über Land und Leute zu plaudern. Diese Morgen gehörten definitiv zu unseren schönsten und aufschlussreichsten Momenten in Südafrika.

Neben Hostels und B&Bs, die du entweder direkt ansteuern oder beispielsweise über booking.com  oder Hostelworld vorbuchen kannst, gibt es natürlich auch klassische Hotels. Komplettiert werden die Unterkunftsmöglichkeiten von AirBnB. Hier findest du vom privaten B&B über außergewöhnliche Unterkünfte bis hin zum Zimmer in einer WG fast alles.

 

Let’s talk about…

Last but not least: Die Sprache.
In Südafrika werden je nach Region viele verschiedene Sprachen gesprochen, es gibt insgesamt elf Landessprachen. Das Land gehört neben Bolivien und Indien sogar zu den drei Ländern mit den meisten offiziellen Sprachen.
Praktischerweise sprechen die meisten Einheimischen aber neben Afrikaans (das du teilweise sogar verstehen kannst, weil es aus sich dem Niederländischen entwickelt hat), auch Englisch. Die Kommunikation dürfte dir in der Kap-Region also meist leicht fallen. Ansonsten kann dir dieses „Ohne-Wörter“-Buch helfen. Es enthält 600 Zeichen zu wichtigen Dingen, für die dir vielleicht gerade die Worte fehlen. Einfach drauf zeigen und Hilfe bekommen.

 
Ich hoffe, diese Tipps und Infos für die Kap-Region von Südafrika können dir ein bisschen bei der Planung helfen und vielleicht deine Vorfreude steigern.
Ich versuche für die Keyfact-Berichte immer alles Wichtige zu sammeln, um dir die Planung einer YOURney zu erleichtern. In den Texten reichere ich die Infos dann mit meinen persönlichen Erfahrungen und weiterführenden Links an. Da ich die Regionen ja aber auch nur bereise und kein Tourguide bin, erhebe ich hier natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn es deiner Meinung nach Verbesserungen oder Aktualisierungen der Infos gibt, freue ich mich über einen Kommentar oder eine Mail an info@yourneys.de 🙂

Liebe, Glück und gute Reise!
Laura

 

Info: Manche Links auf dieser Seite sind Affiliate Links. Wenn du darüber etwas buchst oder bestellst, bekomme ich eine kleine Provision um YOURneys weiter aufzubauen. Du zahlst natürlich trotzdem nur den regulären Preis. Außerdem empfehle ich hier nur, was ich selbst auch wirklich auf meinen YOURneys nutze.

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2 Comments

  • Reply
    Kathi
    24. April 2017 at 9:21

    Hey Laura,
    ich habe dieses Bashing auf der Facebook-Gruppe mitbekommen und das tut mir wirklich Leid!
    Ich lebe selbst in Kapstadt und natürlich gibt es immer etwas zu ergänzen, kein Artikel glaube ich glänzt mit totaler Vollständigkeit. Sonst wäre es ja ein Reiseführer!
    Und ich finde, dein Artikel macht auf jeden Fall Lust auf die Kaphalbinsel und gibt jede Menge weiterführende Links. Wer Urlaub macht, hat schließlich die Verantwortung sich selbst so umfassend zu informieren, wie er es möchte – und dein Blog ist ein guter Anlaufpunkt dafür 🙂
    Liebe Grüße,
    Kathi

    • Reply
      Laura
      24. April 2017 at 14:45

      Vielen lieben Dank Kathi!
      Ich freue mich gerade richtig über dein Feedback und dass dir der Artikel gefällt.
      Natürlich ist er bei weitem nicht vollständig, aber diesen Anspruch kann ich als Reisende, die über ihre eigenen Erfahrungen schreibt, ja auch gar nicht erheben. Das wäre auch irgendwie am Ziel vorbei.

      Die „Keyfacts“ sind als erster Einstieg gedacht und wenn ich damit Lust auf’s Land machen und erste Infos geben kann, bin ich sehr froh 🙂

      Liebe Grüße
      Laura

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