New York im Winter: 14 Tipps für die kalte Jahreszeit

New York im Winter: Beitragsbild
© Matthias L.: New York im Winter

Im Februar nach New York? Die Reaktionen in unserem Umfeld waren teilweise etwas verwundert, als ich verkündete, dass Matthias mir zum Geburtstag einen Flug in unsere Lieblingsstadt geschenkt hatte – in seinen Winterferien, also Anfang Februar. Doch auch wenn es im ersten Moment vielleicht überraschend ist: Trotz der kalten Jahreszeit, trotz Blizzard-Gefahr und trotz Minusgraden strahlt Big Apple zum Jahresanfang in unseren Augen eine ganz besondere Magie aus. Das hatten wir uns vor der Reise erhofft und das können wir jetzt, nach unserer Rückkehr, bestätigen.

Hauptgrund für diese besondere Stimmung ist wohl, dass New York im Januar und Februar recht wenig besucht ist. Die beiden Monate sind quasi absolute low season und somit teilt ihr euch die Stadt überwiegend mit Locals.

Hinzu kommt, dass die Flüge und Unterkünfte oft um ein Vielfaches günstiger sind als in der Hauptsaison. So haben wir für unseren Flug pro Person knapp über 200 Euro bezahlt. Und auch unser Hotel war wesentlich erschwinglicher als 2017 im Oktober. Das ist kein Einzelfall: Neben den sowieso geringen Preisen zur Nebensaison gibt es Anfang Januar auch noch die „Hotel Week“ mit zahlreichen Vergünstigungen.

Und mit ein bisschen Glück schneit es sogar. Klingt also nach ziemlich vielen Vorteilen 😉

Nachdem wir 2017 im deutschen Sommer in Thailand waren, haben wir das Reisen in der Nebensaison für uns entdeckt. Nun wollten wir das auch mal in unserer Herzensstadt austesten.

Sicher: Wer „New York im Winter“ hört, denkt erst mal an den Dezember. Zur Vorweihnachtszeit herrscht eine ganz besondere Stimmung im Big Apple und es gehört zu meinen absoluten Bucketlist-Zielen, das irgendwann mal zu erleben. Aber da wir an die Ferien gebunden sind, entdeckten wir das winterliche New York nun zuerst im Februar.

Was soll ich sagen? Mit ein bisschen Vorbereitung und durch Beherzigen einiger Punkte wurde unser Trip wunderschön und ich würde ihn zu jeder Zeit wieder machen! Außerdem lässt man sich in der Stadt auch so einiges einfallen, um den Besuchern auch zum Jahresanfang eine unvergessliche Zeit zu bescheren 🙂

Auch du möchtest im Januar oder Februar nach New York fliegen? Wir haben unsere wichtigsten Tipps gesammelt, die deinen Trip in der kalten Jahreszeit zu einem wunderbaren Erlebnis werden lassen.

1. Nimm eine wirklich (!) warme Jacke und gefütterte Schuhe mit

Eigentlich sollte das bei einem Städtetrip im Winter ja selbstredend sein. Dennoch steht dieser Tipp ganz oben. Warum? Im Januar und Februar kann es in New York schon gut und gerne mal -20 Grad kalt werden. Auch diese Eiseskälte hat ihre schönen Seiten – vorausgesetzt, du bist gut eingepackt. Eine große Auswahl warmer und gut gefütterter Winterjacken findest du bei Peek&Cloppenburg* (Werbung). Denk darüber hinaus auch an warme Schuhe, eine Mütze, einen Schal und Handschuhe.

Neben einer gefütterten Jacke hatten wir aber auch jeder einen leichten Mantel dabei. Denn genauso gut kann das Thermometer auch Anfang Februar schon auf 15 Grad klettern. So hatten wir in unserer Woche in New York tatsächlich Temperaturen zwischen -5 und +17 Grad.

Last but not least solltest auch etwas Regenfestes einpacken; dann bist du wirklich für jedes Wetter gewappnet.

© Matthias L.: Blick von der Brooklyn Bridge auf die Skyline zum Sonnenaufgang…

2. Setze auf den Zwiebellook und einen Rucksack für überflüssige Lagen

Auch wenn eine dicke Jacke an wirklich kalten Tagen unverzichtbar ist, empfehle ich dir für mildere Wintertage den Zwiebellook. Was gibt es Nervigeres, als vor sich hin zu schwitzen während man eine Stadt erkundet? Wir hatten deshalb T-Shirts, dünne Pullis (oder Thermo-Longsleeves), Cardigans und auch dickere Pullis dabei. Je nach Wetter konnten wir somit „schichten“ 😀

Um überflüssige Lagen gut zu verstauen, hatten wir stets jeder einen kleinen Rucksack dabei.

3. Sei flexibel 

Eigentlich sind wir auf Reisen eher spontan. Da wir in New York aber „nur“ sechs Tage unterwegs waren, haben wir uns vorab überlegt, welche Unternehmungen am gleichen Tag Sinn machen – beispielsweise weil sie nah beieinander liegen.

Der beste Plan nützt dir allerdings nichts, wenn er vom Wetter durchkreuzt wird.  So haben wir vor Ort in New York eigentlich jeden Abend auf’s Neue überlegt, was wir am nächsten Tag machen und die „Blöcke“ zusammen passender Aktivitäten hin und her geschoben 😀

Das ist sicherlich ein bisschen nervig. Doch nur so konnten wir das Wetter optimal nutzen: Dank flexibler Planung waren wir an den beiden schönsten Tagen zum Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge und zum Sonnenuntergang auf der Aussichtsplattform des Rockefeller Centers, am wärmsten Tag abends am Time Square und an einem der beiden schlechtesten Tage im Outlet.

Wenn du also ein bisschen flexibel bleibst, kannst du die schönen UND schlechteren Wintertage optimal nutzen 🙂

4. Bei gutem Wetter: Genieß die kühle Luft bei einem Spaziergang

Wir sind in New York eigentlich fast immer zu Fuß unterwegs. Gerade im Big Apple finde ich, dass sich das Herz der Stadt am allerbesten bei ausgiebigen Spaziergängen entdecken lässt. Und es wird auch einfach niemals langweilig, weil es immer etwas Neues zu erkunden gibt.

So sind wir auch bei unserem Trip im Februar unglaublich viel gelaufen und haben die knackig kalte Luft und die Sonne genossen. Die Subway haben wir nur dann genommen, wenn der Fußweg zu weit war oder wir am Abend einfach nicht mehr laufen wollten. Grundsätzlich fand ich, dass diese zahlreichen Spaziergänge unseren Wintertrip zu etwas ganz Besonderem gemacht haben 🙂

© Matthias L.: Spaziergang in D.U.M.B.O mit Blick auf die Skyline…

5. Bei wirklich schlechtem Wetter: Lohnt sich eine Dauerkarte für die Subway?

Wenn das Wetter allerdings so richtig schlecht ist, mag niemand stundenlang durch den Regen laufen. Dann kann sich das Dauerticket für die Subway durchaus lohnen. Und auch dort gibt es immer etwas zu sehen und entdecken 🙂

Eine Wochenkarte für die Metro kostet übrigens 32 Dollar, eine Einzelfahrt 2,75 (Stand: November 2019).

6. Wie wärs mit einer Runde Schlittschuhlaufen…?

Ein weiterer Vorteil von einem Besuch zum Jahresanfang? Der Weihnachtstrubel ist vorbei, doch einige schöne Überbleibsel gibt es noch. Dazu gehören die Schlittschuhbahnen in der Stadt, wie beispielsweise am Rockefeller Center, im Bryant Park oder im Central Park. Wenn es dann auch noch ein kleines bisschen schneit, ist die Eis-Romantik zwischen Wolkenkratzern doch perfekt…

7. …oder einer Broadway Show?

Egal, ob bei schlechtem Wetter oder einfach so: Eine Broadway Show ist sicher ein Erlebnis! Tatsächlich haben wir das allerdings bisher in vier New York-Besuchen nicht geschafft, obwohl es zu den „Must Dos“ im Big Apple gehört. Aber irgend ein Highlight sollte man sich ja auch immer „für’s nächste Mal“ aufheben 🙂
Wenn wir bei unserem Trip im Februar schlechteres Wetter gehabt hätten und nicht so wahnsinnig viel an der frischen Luft gewesen wären, hätte eine Broadway-Show sicherlich zu unseren ersten Alternativen gehört.

Für alle Fans dieser Shows hat man sich in New York zum Jahresanfang gleich zwei Veranstaltungen einfallen lassen. Da wäre zum einen die „Broadway Con“ Anfang Januar, bei der du die Möglichkeit hast, hinter die Kulissen der Theater zu blicken. Und im Rahmen des „New York Winter Outings“ von Ende Januar bis Mitte Februar gibt es viele 2 für 1-Aktionen für Broadway-Vorstellungen.

8. Doch lieber schick Essen gehen?

Vergünstigte Theater-Tickets sind nicht alles, was  das „New York Winter Outing“ zu bieten hat: Im Rahmen der „Restaurant Weeks“ kannst du in den besten Restaurants New Yorks speisen und zahlst für das Zwei-Gänge-Menü am Mittag pauschal 26 Dollar und für das Drei-Gänge-Menü am Abend 42 Dollar (Stand: November 2019). Wenn das mal nicht für eine Reise im Januar oder Februar spricht 😉

9. Nutze Vergünstigungen und kurze Schlangen bei den Sehenswürdigkeiten

Darüber hinaus wird das Angebot des Winter Outings von zahlreichen 2 für 1-Aktionen auf kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten vervollständigt. So kannst du bei gutem Wetter beispielsweise an einer Walking Tour teilnehmen oder bei schlechtem Wetter eines der zahlreichen Museen besuchen.

Neben den Vergünstigungen locken im Januar und Februar übrigens auch die kurzen Schlangen vor Sehenswürdigkeiten 😉

© Matthias L.: Aussichtsplattform „Top of the Rock“ zum Sonnenuntergang; im Februar ohne langes Anstehen…

10. Apropos Museen: Falls das Wetter GAR nicht mitspielt…

Viele Museen in den USA bieten zu bestimmten Zeiten auch außerhalb des Winter Outings Vergünstigten oder gar kostenlosen Eintritt an. So ist beispielsweise das Museum of Modern Art freitags von 16-20 Uhr gratis und das 9/11-Memorial & Museum dienstags ab 17 Uhr (Achtung: Hier ist online eine Voranmeldung nötig).

Doch auch ansonsten wartet New York mit tollen Indoor-Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören beispielsweise Orte, wie die Public Library und die Grand Central Station. Aber auch ein Shopping Tag (entweder im Manhattan selbst oder in der von uns geliebten Outlet-Mall Mills at Jersey Garden) können an Schlechtwetter-Tagen Spaß machen.

Und letztlich gibt es in New York sogar Rooftop-Bars mit Indoor-Option, wie beispielsweise das 230 Fifth, wo du den Ausblick auf das Empire State Building aus kleinen transparenten Iglus bewundern kannst 🙂

11. Eher der Outdoor-Typ? Dann wärm‘ dich von Innen auf

Wenn du auch bei kühlen Temperaturen gern an der frischen Luft bist, gibt es in New York zahlreiche Möglichkeiten, dich von Innen aufzuwärmen.

Du kannst dir beispielsweise einen Thermo-Becher mitnehmen und dich durch die vielen verschiedenen Kaffee- und Tee-Variationen im Big Apple testen. Vielerorts füllt man dir dein Getränk to go mittlerweile in deinen eigenen Becher.

Oder du genießt dein Heißgetränk (vielleicht zusammen mit einer herzerwärmenden Cinnamon Roll oder einem Brownie?) in einem der vielen süßen Cafés. Der Winter ist die beste Gelegenheit für die Erkundung kalorienreicher Leckereien im Big Apple: Immerhin verbrennt man bei Spaziergängen in der Kälte ziemlich viele Kalorien 😉

Wenn du so richtig durchgefroren bist, kann eine heiße Suppe Wunder wirken. In New York gibt es beispielsweise zahlreiche Ramen-Bars: Die japanische Suppe ist nicht nur superlecker, sondern wärmt dich auch ordentlich auf.

© Matthias L.: Blick von D.U.M.B.O auf die Skyline im Nebel…

12. Oder doch lieber Street Food?

Stehst du auch so auf Street Food wie wir? So schön das Essen unter freiem Himmel im Sommer ist; im Winter kann es auch mal unangenehm werden. Glücklicherweise gibt es in New York im Chelsea Market und im Gansevoort Market (um nur zwei von vielen zu nennen) eine große Auswahl an Street Food-Ständen, die in den alten beheizten Markthallen ihre Gerichte unter’s Volk bringen. Sehr zu empfehlen! 🙂

13. Such dir ein Hotel mit Badewanne oder sogar Sauna oder Whirpool

Nach einem langen Wintertag in New York ist man oft nicht nur ein bisschen durchgefroren, sondern die Beine sind auch echt müde. Was gibt es da Besseres, als den Abend im Whirlpool oder der Sauna ausklingen zu lassen?

Da wir in unserem Budget leider kein passendes Hotel mit Whirlpool oder Sauna finden konnten, haben wir darauf geachtet, dass die Zimmer in unserer Unterkunft wenigstens eine schicke Wellness-Dusche bzw. eine Badewanne hatten.

14. Last but not least:

Lass dich einfach treiben! Wir haben uns in unserer Woche in New York keinen Stress gemacht und das erlebt, worauf wir Lust hatten. Nicht zuletzt lag das sicher daran, dass wir weniger für den Trip gezahlt hatten als in der Hochsaison. Und sicher auch daran, dass wir nirgendwo anstehen mussten und auch sonst selten an überfüllten Orten waren.

Somit war der „Druck“, dass wir möglichst vieles unternehmen „mussten“, geringer. Außerdem haben wir durch den geringen Trubel Zeit gespart und hatten so die Möglichkeit, uns einfach treiben zu lassen und mit dem „Flow“ zu gehen 🙂

Ich hoffe, einige dieser Tipps helfen dir, zum Jahresanfang deinen ganz eigenen perfekten Winter-Trip nach New York zu planen…

Weitere Fotos

© Matthias L.: Aussicht von „Top of the Rock“…

© Matthias L.: Spaziergang durch D.U.M.B.O…

Info:
*Bei diesem Link handelt es sich um einen Werbelink zum Online-Shop von Peek & Cloppenburg. Es gibt zwei unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit ihren Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Dieser Link beruht auf einer Kooperation mit der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, deren Häuserstandorte du unter www.peek-cloppenburg.de findest. Selbstverständlich entsteht dir kein finanzieller Nachteil, wenn du über den Link etwas bestellst
🙂

2 Comments

  • Liebe Laura,

    was für tolle Eindrücke. Da habt ihr ja richtig Glück mit dem Wetter gehabt, wie es scheint. Gegen die Kälte kann man ja was machen. Aber dieser blaue Himmel, das ist ja zauberhaft. Die Jahreszeit spricht mich auf jeden Fall an. Danke für die tollen Eindrücke und auch die Tipps. Bisher war ich leider noch nicht in New York, aber wie ich sehe lohnt sich auch der Winter.

    Liebe Grüße,
    Tanja

    • Liebe Tanja,

      vielen Dank für deinen Kommentar; es freut mich, dass der Artikel dir gefällt 🙂
      New York ist in meinen Augen echt immer eine Reise wert; aber tatsächlich finde ich den Winter (und auch den Herbst) besonders schön <3
      Liebe Grüße
      Laura

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