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Luxusbude oder Bettenbunker? Meine Tipps zur Hotelbuchung

Tipps zur Hotelbuchung: Beitragsbild

| W E R B U N G |

Großes Zimmer, schöner Ausblick, tolle Lage oder lieber ein riesengroßes kostenloses Frühstück? Worauf legst du wert, wenn es um Unterkunfte auf Reisen geht? Bist du ein Luxus-Fanatiker? Oder reichen dir gewöhnliche Zimmer; Hauptsache günstig?

Ich würde sagen, ich liege irgendwo dazwischen. Ich finds cool, unterwegs in Hostels zu wohnen, mir Bad (und gelegentlich auch Zimmer) mit anderen Reisenden zu teilen. Aber auf der anderen Seite liebe ich hübsche Hotels mit tollen Aussichten und bequemen Betten. Auf Reisen versuche ich daher, beides umzusetzen.

Worauf ich dabei achte? Lest selbst: Meine Tipps zur Hotelbuchung.

 

Lage, Lage, Lage

Für mich eines der wichtigsten Kriterien überhaupt: Wie ist die Unterkunft gelegen? Gerade bei Städtetrips und beim Backpacking ist es mir wichtig, dass die Unterkünfte zentral und gut angebunden sind (es sei denn, ich suche Abgeschiedenheit). Bei Roadtrips hingegen darf es bei Zwischenstopps nur zur Übernachtung auch mal das Motel an der Autobahn sein.

Früher haben Matthias und ich auch in Städten öfter solide Hotels am Flughafen oder außerhalb gebucht, statt auf Hostels im Zentrum auszuweichen. Mittlerweile achten wir eigentlich immer auf eine zentrale Lage; schlafen dafür notfalls auch im Dorm. Der Grund? Ich finde Unterkünfte außerhalb oft wahnsinnig anstrengend, weil man nicht einfach mal ins Hotel zurück düsen kann, um sich umzuziehen oder kurz auszuruhen. Außerdem haben wir die gesparten Mäuse meist für die Fahrten mit den Öffis zwischen Unterkünften und Zentrum hingeblättert.

Dennoch kann es sich in Ausnahmefällen auch lohnen, etwas außerhalb des Zentrums zu schauen. Das habe ich gemerkt, als mich Accor Hotels einlud, bei unserem #christmaslights-Trip in London das neue Ibis London Canning Town zu testen. Das Hotel hat erst im November 2017 eröffnet und gefiel mir wirklich gut. Der Haken im ersten Moment: Die Lage. Ich war einige Jahre zuvor schonmal in einem anderen Hotel ganz in der Nähe. Damals musste wir mit der DLR in die Stadt fahren, weil die normale Metro nirgends in der Nähe hielt. Das Ergebnis: Wir bezahlten einen Haufen Geld für die Bahn.

Dieses Mal war aber alles anders: Mittlerweile fährt die Jubilee Line quasi bis vor die Tür des Hotels; von der Innenstadt dauert es je nach Startpunkt nur zehn bis zwanzig Minuten bis zum Hotel.
Es ist außerdem wirklich cool designt und gut ausgestattet. Bei der Planung legte man unter anderem wert auf besonders gemütliche Betten und hübsche Bäder mit großen Duschen. Die Zimmer haben eine gute Größe, die Lobby mit der Bar „Chill #08“ im Loft-Stil lädt zu entspannten Abenden bei Cider ein. Und das Frühstück kann sich sowas von sehen lassen!

Ich finde: Das Ibis Hotel London Canning Town zeigt, dass etwas außerhalb wohnen manchmal auch eine wirklich tolle Alternative sein kann!

Tipps zur Hotelbuchung: Iibs London Canning Town, Lobby

© Matthias L.

Tipps zur Hotelbuchung: Ibis London Canning Town, Zimmer

© Matthias L.

Tipps zur Hotelbuchung: Ibis London Canning Town, Frühstück

© Laura L.: Grandioses Frühstück im Ibis London Canning Town

Grundlegend zählt für uns aber mittlerweile:
Wollen wir einen Ort wirklich besuchen (und sind nicht nur zur Übernachtung da), suchen wir uns eine halbwegs zentrale Unterkunft. Sind wir gerade in einer „Sparphase“ unserer Reise, machen wir auch gern Abstriche bei Komfort und Privatsphäre.

Dennoch achten wir aber immer auf:

Die Bewertung vorheriger Gäste

Sicherlich sind die Einschätzungen vorheriger Besucher nicht immer allgemeingültig: Jeder Mensch hat andere Erwartungen, Maßstäbe und Prioritäten. Dennoch finde ich, dass die Bewertungen auf den gängigen Buchungsportalen (besonders zuverlässig finde ich da booking.com) schon oft eine richtige Tendenz zeigen.

Da wir mit dieser Strategie immer gut gefahren und auch ein paar Mal auf die Nase gefallen sind, wenn wir von ihr abwichen, haben wir uns angewöhnt, nichts zu buchen, was nicht mindestens mit 7,0 bewertet ist. Lieber ist mir alles ab 7,8/8,0.

Natürlich darf man in einem mit 8,8 bewerten Hostel nicht das erwarten, was man in einem mit 8,3 bewerteten Resort vorfinden wird. Doch wenn du dir darüber im Klaren bist, können dir die Bewertungen anderer Gäste bei der Einschätzung bezüglich Sauberkeit und Ausstattung der Unterkunft helfen.

Das Preis-Leistung-Verhältnis

Auch diesen Punkt behalte ich manchmal im Auge; gerade dann, wenn ich zwischen zwei Unterkünften schwanke, die mir gleich gut gefallen und ähnlich viel kosten.

Welche hat die bessere Lage? Hat eine von beiden ein eigenes Bad am Zimmer? Ist Frühstück inkludiert? Auch wenn ich finde, dass das Frühstück (gerade in asiatischen Ländern, wo man soooo gut und günstig auf der Straße essen kann) nicht unbedingt einen großen Preisunterschied rechtfertigt, sind diese Punkte für mich Kleinigkeiten, die das Quäntchen ausmachen, das eine Unterkunft attraktiver machen kann, als die andere…

Auf Roadtrips sind für uns außerdem kostenlose Parkplätze sehr wichtig. Wer einmal in San Francisco fürs Parken gezahlt hat, weiß, dass das nicht gerade ein Schnäppchen ist 😀

Dorm oder Doppelzimmer?

Als Paar schlafen Matthias und ich am liebsten in Doppelzimmern. Das liegt nicht nur an der höheren Privatsphäre. In Dorms gibt es meist Doppelstockbetten; wir müssen daher in getrennten Betten schlafen oder uns in eins quetschen. Gerade in den USA haben wir außerdem die Erfahrung gemacht, dass große Schlafsäle nach Geschlechtern getrennt sind. Grundlegend finde ich das gut; schaue auch gern nach reinen Frauenzimmern, wenn ich mit Freundinnen reise. Mit Matthias würde das aber bedeuten, dass wir in getrennten Räumen schlafen müssten und das wäre so semi-cool.

Daher buchen wir uns in Hostels meist Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbädern.

Manchmal gibt es aber auch geschlechtergemischte Dorms, die uns richtig gut gefallen. So war das beispielsweise im Hostel by Bed in Chiang Mai – dem besten Hostel, in dem ich je war. Von unseren insgesamt sieben Nächten im Norden Thailands waren wir sechs dort, obwohl das Doppelzimmer nur für drei Nächte frei war und wir drei ins Dorm mussten. Und obwohl es fürs gleiche Geld und billiger in anderen Hostels zahlreiche freie Doppelzimmer in Chiang Mai gab. Warum? Weil wir uns so wohl gefühlt haben: Die Nischen in den Dorms hatten Vorhänge und es gab sogar Doppelbetten. So konnten wir uns unsere kleine muckelige Ecke mitten im Gemeinschaftsraum schaffen und fanden es großartig!

Alternativen: AirBnB oder Ferienwohnung

Neben Hotels und Hostels ziehe ich auch öfter AirbnBs oder Ferienwohnungen in Erwägung. Oftmals gibt es hier günstigere Unterkünfte und manchmal bekommst du einen tollen Kontakt zu den Locals gratis oben drauf.

Bisher gestaltet sich meine Suche meist so, dass ich erst nach Hotels, dann nach Hostels, dann nach AirBnBs und zum Schluss nach anderen Ferienwohnungen schaue. Da wir aber in New York wieder eine wunderbare Erfahrung mit AirBnB gemacht haben, möchten wir das in Zukunft mehr in Erwägung ziehen.

Gerade bei Langzeitaufenthalten lohnen sich Ferienwohnungen oder AirBnBs oft, denn viele Vermieter geben dann Rabatte auf den Preis 🙂

 

Zusatztipp: Langfristig sparsam schlafen und sich zwischendurch was gönnen

Last but not least gebe ich euch einen Tipp, der sich für uns als wirklich lohnenswert heraus gestellt hat. Früher haben wir auf unseren Reisen eigentlich die ganze Zeit in günstigen Mittelklasse-Hotels oder Motels geschlafen. Somit „mussten“ wir nie ins Dorm, haben uns aber auch selten ein wirklich gutes Hotel gegönnt.

Seit unserer Reise nach Asien machen wir es anders: Wir achten zwar immer auf Sauberkeit, machen aber Abstriche bei Ausstattung, Service und Komfort. So schlafen wir öfter im Hostel, wenn es preislich sein muss eben auch mal im Dorm.

Im Gegenzug gönnen wir uns von Zeit zu Zeit ein tolles Hotel – bevorzugt an Orten oder in Vierteln, die zwar cool aber nicht allzu teuer sind. Und am liebsten mit tollen Aussichten. Denn das ist eine unserer absoluten Prioritäten wenn wir schonmal mehr ausgeben…

So haben wir uns in Bangkok beispielsweise eine Übernachtung in einer Suite („normale“ Zimmer gab es irgendwie gar nicht 😀 ) im Hotel Sivatel Bangkok gegönnt. Die Zimmer hatten eine tolle Aussicht, der Infinity-Pool war großartig, der Service top und das inkludierte Frühstück riesig und lecker. In anderen Städten hätten wir dafür sicher weit mehr als 100 Euro fürs Zimmer gezahlt.

Tipps zur Hotelbuchung: Sivatel Bangkok, Pool

© Matthias L.: Rooftop-Pool in Bangkok

Im Anschluss daran gönnten wir uns zum Abschluss der Reise vier Nächte im Andaman White Beach Resort auf Phuket – das mit Abstand tollste Hotel, in dem ich je war. Selten habe ich mich irgendwo so wohl gefühlt. Was wir für unser Zimmer mit eigenem Jacuzzi auf der Terrasse in einer kleinen Anlage mit Privatstrand in der Karibik gezahlt hätten, will ich lieber nicht wissen 😀

Tipps zur Hotelbuchung: Andaman White Beach Resort; Pool

© Matthias L.

Tipps zur Hotelbuchung: Andaman White Beach Resort, Strand1

© Laura L.: Wunderschöner Privatstrand in Phuket

Und in New York buchten wir uns für die ersten Nächte das sehr simple aber gute Hotel Mimosa und dann ein hübsches günstiges AirBnB in Brooklyn. So sparten wir ein paar Euro, um aus der einen Nacht im Hotel 50 Bowery am Schluss, die ich Matthias zum 30. geschenkt hatte, zwei zu machen. Auch dieses Hotel war übrigens vergleichsweise günstig: Die Lage in Chinatown und die Tatsache, dass es ganz neu war, schienen es erschwinglicher zu machen, als vergleichbare Unterkünfte in Midtown. Und das bei einem unübertrefflichen Blick auf das Empire State Building aus dem Bett. Und bei einer wirklich tollen Skybar mit Terrasse zur Uptown-Skyline auf einer Seite und zur Downton-Skyline auf der anderen…

Tipps zur Hotelbuchung: 50 Bowery, Aussicht

© Laura L.: Sonnenaufgang in Manhattan

 

Für Risikofreudige: Hotwire und kurzfristiges Buchen

Wenn du planst, dir ein tolles Hotel zu gönnen, aber keine wert auf ganz bestimmte Details legst (tolle Aussicht; explizite Lage oder bestimmt Hotel-Kette), kann ich die Buchungsplattform Hotwire empfehlen. Dort gibst du einfach den Ort an, schränkst auf bestimmte Viertel/Gegenden ein und bekommst dann zahlreiche Hotels mit vielen Infos, wie Sterne, Bewertung auf anderen Portalen, Zimmerausstattung usw. Eine Info erhältst du allerdings erst nach der Buchung: Den Namen des Hotels mit genauer Lage.

Durch dieses „Blind Booking“ sind die Hotels oft um einiges günstiger, als auf anderen Buchungsseiten – insbesondere, wenn du spontan buchst. Denn dann wollen die Unterkünfte natürlich ihre Zimmer voll kriegen; gerne auch günstiger.

Manchmal klappt spontanes Buchen übrigens auch auf anderen Seiten: Ein paar Stunden vor Check-In setzen manche Hotels die Zimmer-Preise herab. Im Gegenzug bleibt bei dieser Methode natürlich das Risiko, kein gutes Zimmer mehr zu finden. Aber wie sagt man so schön: No risk, no fun 😀

Ich hoffe, diese Tipps zur Hotelbuchung helfen dir, bei der nächsten Reise das Maximale aus deinen Unterkünften rauszuholen…

Liebe, Glück und gute Reise,
Laura

Info:
Bei der Übernachtung im Ibis London Canning Town handelte es sich um eine Kooperation mit Accor Hotels.
Vielen Dank für die Einladung! 🙂

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2 Comments

  • Reply
    Jas
    11. Dezember 2017 at 23:03

    Hallo Laura,

    ich bin heute zum ersten Mal auf deiner Seite gelandet und dieser Beitrag hat mir sehr gut gefallen.
    Du gibst viele tolle Tipps, wie zB den zu hotwire, was bisher sicher vielen noch nicht bekannt ist. Toll finde ich auch, dass du differenzierst und aufzeigst, wie man in welcher Siuation die Prioritäten setzen könnte.

    Definitiv lesenswert für alle, die gerne reisen 🙂
    Liebe Grüße,
    Jas
    http://jetstreamsforthegoodlife.com/neighbourgoods-market

    • Reply
      Laura
      12. Dezember 2017 at 12:47

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar 🙂

      Es freut mich, wenn der Text hilfreiche Infos bietet. Dann erreicht er genau das, was ich beabsichtige.

      Liebe Grüße
      Laura

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