Tradition trifft Moderne: Ein Ausflug nach Ras Al Khaimah

Ras Al Khaimah: Beitragsbild
© Matthias L.: Ras Al Khaimah
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Wer an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) denkt, hat dank der Metropolen Dubai und Abu Dhabi wahrscheinlich erst mal eins im Kopf: Höher, schneller, weiter. Doch während unseres dreitägigen Ausflugs in das nördlichste Emirat lernten wir die Region von einer ganz anderen Seite kennen. In Ras Al Khaimah treffen Tradition und Natur auf Moderne und Luxus. Eine spannende Mischung!  

Du planst einen Ausflug nach Ras Al Khaimah? In diesem Text habe ich die wichtigsten Informationen und Tipps rund um das Emirat gesammelt.

Lage, Anreise und Besonderheiten

Anreise
Wenn du Ras Al Khaimah erkunden willst, kannst entweder den Flughafen ansteuern oder von einem der anderen Emirate über Land anreisen. Wir wurden bei unserem dreitägigen Ausflug von unserem Fahrer in Dubai abgeholt; die Autofahrt dauerte eine gute Stunde.

Die günstigere Alternative zu einem Fahrer oder Taxi ist ein Mietwagen. Die Preise dafür sind in Dubai verhältnismäßig gering und wir haben den Verkehr (zumindest zwischen den Emiraten) als halbwegs entspannt wahrgenommen.

Wenn du richtig Geld sparen willst, gibt es – zumindest von Dubai – noch eine weitere Anreise-Möglichkeit: Das Tourismus-Büro betreibt aktuell (Stand: September 2019) einen kostenfreien Shuttle-Service vom Flughafen in Dubai zu vielen verschiedenen Hotels in Ras Al Khaimah. Hier findest du nähere Informationen und einen Zeitplan des Shuttles.

Lage und Besonderheiten
Ras Al Khaimah liegt ganz oben im Norden der VAE. Als äußerstes Emirat grenzt es im Norden an den Oman. Im Süden und im Osten liegen die Emirate Umm al-Qaiwain und Schardscha. Vor der Westseite des Emirats erstreckt sich der Persische Golf. Durch diese besondere Lage bietet das nördlichste Emirat einige Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse: Auf der einen Seite findet man natürlich Luxus und Moderne, wie man es von den VAE erwartet. Auf der anderen Seite haben aber auch die traditionelle Altstadt und die Natur rund um das Zentrum einiges zu bieten.

Reisezeit
Wer schonmal im Sommer in den Vereinigten Arabischen Emiraten war, weiß: Es wird heiß – manchmal sogar über 40 Grad heiß! Wir haben Dubai und Ras Al Khaimah im August besucht, weil wir auf unserem Rückflug von Sri Lanka einen Zwischenstop eingelegt haben. Auch wenn wir uns nach einer Weile an die Temperatur gewöhnt hatten, würden wir wahrscheinlich eher nicht mehr im Sommer in die Emirate reisen. Als beste Reisezeit werden meistens die deutschen Wintermonate empfohlen, aber auch der Frühling und der Oktober sind mit Temperaturen bis 35 Grad noch angenehm 🙂

Tradition:
Die Altstadt von Ras Al Khaimah

Wir haben unsere kleinen Ausflug in der Innenstadt des Emirats, genauer am National Museum of Ras Al Khaimah, gestartet. Der Besuch des Museums kostet fünf Dirham (umgerechnet rund 1,25 Euro; Stand: September 2019) und bietet viele interessante Ausstellungsstücke und Informationen zum Emirat. Das Besondere ist jedoch, dass das Nationalmuseum in einer alten Festung untergebracht ist, die bis in die 1960er Jahre von der Herrscherfamilie bewohnt war. Die Atmosphäre ist somit ganz besonders. Wer also Lust auf ein bisschen Tradition und Interesse an der Geschichte des Emirats hat, sollte einen Stop im Nationalmuseum einplanen. Nebenbei ist der Komplex mit seinem traditionellen Windturm und dem schönen Innenhof auch ziemlich instagrammable, oder was meint ihr? 🙂

Nach dem Museum ging es für uns weiter zu zwei Moscheen. Zwar durften wir die Gotteshäuser nicht betreten, aber auch von außen war der Besuch wirklich imposant!
Neben der Mohammed Bin Salim Mosque, eine der ältesten Moschee der VAE, haben wir auch einen Stop bei der Sheikh Zayed Mosque eingelegt. Sie ist wesentlich neuer und unglaublich eindrucksvoll. Da sie mit ihren weißen Türmen schon von weitem ein Blickfang ist, sagen manche Leute sogar, sie sei das Wahrzeichen des Emirats.

Wenn ihr eine kleine Pause braucht, lohnt sich ein Abstecher zur Corniche. Das ist die Promenade entlang der Mangrove im Herzen des Emirats. Hier gibt es tolle Restaurants, Palmen und schattige Plätzchen.

Ein weiteres traditionelles Highlight wartet außerhalb der Altstadt: Das Dhayah Fort steht auf einer Anhöhe am Fuße des Gebirges, diente früher als Verteidigungsposten und bietet heute einen fantastischen Ausblick über die Bucht von Dhayah und die Berge. Leider konnten wir das Fort selbst nicht besuchen. Die Fotos im Internet sprechen aber Bände…

© Matthias L.: National Museum of Ras Al Khaimah
© Laura L.: National Museum of Ras Al Khaimah
© Matthias L.: Sheikh Zayed Mosque

Outdoorspaß:
Das Gebirge rund um den höchsten Berg der Emirate

Wenn ich an die Landschaft der Vereinigten Arabischen Emirate denke, fällt mir zuerst die Wüste ein. Nicht zu Unrecht: Es gibt wirklich unzählige Möglichkeiten, in den VAE eine Wüstentour zu machen und das Erlebnis muss einmalig sein. Leider hatten wir selbst bisher noch nicht die Gelegenheit, so eine Tour zu machen. Wir hatten es nach unserem Ausflug nach Ras Al Khaimah eigentlich von Dubai aus geplant, doch dann kam mir eine fiese Erkältung mit Fieber dazwischen.

Auch von Ras Al Khaimah kannst du Touren in die Wüste unternehmen. Außerdem hat das Emirat wirklich tolle Sandstrände; viele Hotels haben sogar einen eigenen Zugang. In unserem Ausflug ging es jedoch darum, dass das Emirat eben mehr zu bieten hat, als Wüste und Strände.

Ras Al Khaimah wartet nämlich mit einigen Outdooraktivtitäten, die man in den VAE eher nicht erwarten würde: Durch den Osten des Emirats verläuft die Gebirgskette Ru’us Al Jibal, zu der auch der Jebel Jais gehört – der mit 1.934 Metern Höhe höchste Berg der VAE.
Für Outdoorliebhaber ist das Gebirge genau das Richtige: Neben zahlreichen Wanderwegen gibt es auch viele Klettermöglichkeiten, Mountainbike-Routen und Aussichtsplattformen.

Auch für Adrenalinjunkies hat die Gebirgskette etwas zu bieten: Auf dem Gipfel des Jebel Jais startet der Jebel Jais Flight – die mit 2,8 Kilometern längste Zipline der Welt. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 180km/Stunde fliegst du für gut zwei Minuten quasi schwerelos durch’s Gebirge. Kurz: Adrenalin pur.
Wer unsere Stories verfolgt hat, erinnert sich vielleicht, dass ich die Zipline selbst nicht testen konnte, weil ich an diesem Tag Fieber hatte. Ehrlich gesagt war ich einerseits zwar traurig aber andrerseits sogar ein kleines bisschen erleichtert. Wieso? Die Zipline muss ein riesiger Spaß sein – vorausgesetzt, man leidet nicht (wie ich) unter notorischer Höhenangst 😀
Matthias hat sich jedoch ins Abenteuer gestürzt und war danach sprachlos. Fazit: Nichts für schwache Nerven, aber definitiv ein riesiger Adrenalinkick 🙂

Doch auch wenn du dich nicht auf die Zipline traust, musst du nicht auf die grandiose Aussicht über die Gebirgskette verzichten. Nach unserem Ausflug zum Jebel Jais Flight haben wir zur Golden Hour noch einen kleinen Abstecher zum Jebel Jais Viewing Deck Park gemacht. Für ebenfalls fünf Dirham (Stand: September 2019) hast du dort Zutritt zu sieben verschiedenen Aussichtspunkten. Während die eine Seite des Parks bei klarer Sicht mit einem Ausblick über den Persischen Golf wartet, kannst du auf der anderen Seite fast bis in den Oman schauen. Dort ist übrigens auch das Titelbild dieses Beitrags entstanden.

© Matthias L.: Aussicht über den Persischen Golf vom Jebel Jais Viewing Deck Park

Luxus pur:
Unsere Hotels in Ras Al Khaimah

Wir haben zwei Nächte in Ras Al Khaimah übernachtet und waren eine davon im Hilton Ras Al Khaimah Resort & Spa* und die zweite im The Cove Rotana Resort*. Beide Hotels liegen am Meer und haben einen eigenen, wirklich schönen Strand. Sie sind gehoben ausgestattet und bieten eigentlich für jeden Anspruch das passende Zimmer.

Alles in allem mochten wir beide Anlagen gerne, wobei sie für uns tendenziell ein kleines bisschen zu groß waren. Wer aber auf großzügige luxuriöse Hotels steht, wird in beiden Resorts auf seine Kosten kommen: Der Service war beide Male top.

Wenn ich mich entscheiden müsste, würde meine Wahl wohl auf das The Cove Rotana Resort fallen. Rückblickend gefiel uns persönlich die Anlage etwas besser. Das Hotel ist wie ein kleines Dorf aufgebaut und wir hatten von unserem Zimmer einen wunderschönen Blick über die Lagune und das Meer. Abends haben wir den Sonnenuntergang vom oberen Pool aus genossen und anschließend im Buffet-Restaurant gegessen. Eigentlich ist „Restaurant“ nicht das richtige Wort. Es war mehr ein Tempel: Ich habe selten in einem Hotel ein SO großzügiges Buffet gesehen 😀

Im Hilton Ras Al Khaimah Resort & Spa mochten wir dafür das Zimmer etwas lieber. Wir wurden allerdings auch in eine luxuriöse Junior Suite mit eigenem Strandzugang aufgebucht. Auch die großzügigen Pools gefielen uns dort sehr gut.

© Matthias L.: Der Pool im Hilton Ras Al Khaimah Resort & Spa
© Matthias L.: Sonnenuntergang am Pool im Hilton Ras Al Khaimah Resort & Spa
© Laura L.: Unsere Junior Suite im Hilton Ras Al Khaimah Resort & Spa
© Laura L.: Unser Schlafzimmer im Hilton Ras Al Khaimah Resort & Spa
© Matthias L.: Ausblick von unserem Zimmer über The Cove Rotana Resort
© Matthias L.: Golden Hour im The Cove Rotana Resort
© Matthias L.: Der Sunset Pool im The Cove Rotana Resort
© Matthias L.: Unser Zimmer im The Cove Rotana Resort

Wir hoffen, unsere Infos und Tipps helfen dir, den für dich passenden Ausflug nach Ras Al Khaimah zu planen 🙂

Info:
Bei unserem Aufenthalt handelte es sich um eine Kooperation mit der Ras Al Khaimah Tourism Development Authority (RAKTDA/Visit Ras Al Khaimah), dem Hilton Ras Al Khaimah Resort & Spa und dem The Cove Rotana ResortVielen Dank für die Einladung! Danke auch an Noblekom für die Organisation. 🙂 

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